Neues aus dem Gemeinderat: Sitzung vom 01. Februar 2018

Veröffentlicht am 02.02.2018 in Kommunalpolitik

Verabschiedung des Lärmaktionsplans

In der Sitzung des Gemeinderats am 1.2. ging es hauptsächlich um den Lärmaktionsplan, der dann auch endlich verabschiedet werden konnte. Inhaltlich bietet er nicht viel bahnbrechend anderes als in anderen Kommunen auch - Tempo 30 auf den lärmkartierten Nebenhauptstraßen und weiterhin Tempo 50 während der wichtigen Verkehrszeiten am Tage. Dennoch müssen insbesondere hier auf den Durchgangsstraßen dringend neue Ideen gefunden werden, um die Parksituation zu verbessern und die Straßen durchgänger zu machen. Denn das ständige An- und Losfahren verursacht deutlich mehr Lärm.

Die wichtigsten Punkte der SPD-Fraktion zu diesem Tagesordnungspunkt sind im folgenden in der Sitzung vorgetragenen Statement enthalten:

"Die EU-Richtlinie, übertragen auf bundesdeutsches Recht, verpflichtet uns zum Handeln.

 

Doch so leicht fallen uns die Beschlüsse allen nicht, weil auch wir Autofahrer sind, die gerne zügig an ihr Ziel kommen wollen.

 

Im Grundsatz heisst es aber umdenken: Beim Lärm sind wir alle Mitverursacher, weil wir selbst für kurze Wege das Auto nehmen. Und das ist doch das eigentlich schwierige an der Sache: Wenn wir Lärm vermeiden wollen müssen wir unser Verhalten ändern und wenn möglich aufs Rad oder den ÖPNV umsteigen.

Dies wäre wohl am wirkungsvollsten, wenn wir dadurch die Zahl der fahrenden Autos reduzieren können, aber auch schwierig und eigentlich sogar unmöglich.

Daher liegt es an uns als Gemeinderat im Lämraktionsplan zumindest die Leitlinien für eine Reduzierung zu definieren.

 

Dies liegt in unserer Entscheidung heute Abend. In den Wohngebieten ist Tempo 30 in unserer Stadt bereits zum Glück umgesetzt und teilweise auch schon selbstverständlich, doch den Anwohnern der lärmkartierten Nebenstraßen muten wir immer noch Tempo 50 zu. Daher halten wir die vorgeschlagenen temporären Geschwindigkeitsreduzierungen auf 30 km/h für notwendig, da sie für Lärmschutz während der Abend- und Nachtstunden sorgen.

 

Die Position auf den Hauptdurchgangsstraßen Tempo 50 zu belassen und so einer Verstetigung des Verkehrs Rechnung zu tragen tragen wir mit, drängen aber auf eine baldige Umsetzung der Aufbringung des Flüsterasphalts und werden die weitere Entwicklung im nachhalten.

Wir empfehlen die Möglichkeit eines Parkverbotes auf den Ortshauptdurchgangsstraßen zu prüfen. In den Anlagen zum Lärmaktionsplan wird dokumentiert, dass ein hoher Lärmpegel durch stoppende und wieder anfahrende Fahrzeuge entsteht. Dies ist auch bei den Durchgangsstraßen zu beobachten. In Folge muss die Parksituation neu bewertet werden.

 

Exemplarisch für weitere denkbare Maßnahmen noch ein Vorschlag für den Ortsteil Hausen. Hier wird in den Gutachten darauf hingewiesen, dass der Kreuzungsbereich Neckarstrasse / Trumstrasse / Raiffesienstraße von einem hohen Lärmpegel betroffen ist, da die Fahrzeuge wegen der erschwerten Sicht abbremsen müssen. Hier stellt sich die Frage, ob die Komme nicht das Haus Stuttgarter Strasse 1 erwirbt und dann abreisst und durch einen Kreisverkehr für bessern und fließenderen Verkehr sorgt. Das wäre eine progressive Maßnahme. Dadurch liese sich auch eine Verbindung von Maßnahmen zum Erhalt und zru Verbesserung der dörflichen Struktur und dem Lärmschutz erreichen.

 

Wir tragen mit unserem Votum Verantwortung für die Anwohner und werden uns darüber hinaus weiterhin auch für die mittelfristigen Maßnahmen einsetzen wie Flüsterasphalt bei Straßen-Sanierungen oder verkehrsbauliche Veränderungen wie das Beipiel Kreisverkehr in Hausen an der genannten Kreuzung. Doch der erste Schritt sind die vorgelegten Maßnahmen. Deshalb unterstützen wir mehrheitlich den vorliegenden Lärm-Aktionspan.