Neues aus dem Gemeinderat: Sitzung vom 25. Juli 2017

Veröffentlicht am 26.07.2017 in Kommunalpolitik

Weinzeit im Schloss - Die Würfel sind gefallen!

Die Geschichte mit der WeinZeit begann bereits  im Jahr 2007 mit dem Kauf der Ausstellung „reinen Wein einschenken“, wie Dr. Josef Festl, Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat in der letzten Sitzung feststellte. 

Die SPD-Fraktion konnte sich für die bis März 2013 ohne Hotel konzipierte WeinZeit nicht erwärmen.

"Wir haben damals des Öfteren dagegen gestimmt", so Dr. Festl. 

Im Rahmen der SPD- Haushaltsreden 2013 und 2014 wurde das Thema auch behandelt.

So führte Dr. Josef Festl in der SPD-Haushaltsrede vom 28.02.2013 zur WeinZeit aus: „ Die bisherige Planung der „WeinZeit“ kann wegen der hohen Kosten nicht realisiert werden. Dabei bezog sich dieses Projekt auf weniger als die Hälfte des Schlosses. Mittel- und insbesondere langfristig kommt aber nur ein Konzept in Frage, das das gesamte Schloss zu neuem Leben erweckt. Dafür ist noch viel mehr Geld nötig als für die „WeinZeit“ (ohne Hotel). Mit öffentlichen Nutzungen allein lässt sich das nicht stemmen. Wir sollten Partner suchen mit Nutzungen, welche sich finanziell selbst tragen. Das Projekt Schloss muss vollständig neu gedacht werden.“
 

Außerdem in der SPD-Haushaltsrede vom 13.02.2014 zur WeinZeit: „Vor 7 Jahren wurde die Ausstellung „Reinen Wein einschenken“ erworben. ….. Es ist höchste Zeit, dass das Projekt WeinZeit endgültig entschieden wird, sonst laufen uns die Kosten und die Zeit davon. Positiv sehen wir das Bestreben eines Investors, der in den leer stehenden Teilen des Schlosses ein Hotel integrieren möchte. Mit dieser Konstellation könnte das Schloss zu einem Anziehungspunkt mit überregionaler Bedeutung werden.“

Wie vorausschauend diese Ansätze waren, zeigte die aktuelle Gemeinderatssitzung am 25.07.2017. Im Rahmen der Beratungen stand eine WeinZeit, die sich einschließlich Hotel über das gesamte Schloss erstreckt.

Die Vorzüge dieser Lösung wurden von allen anderen Fraktionen geteilt und hinreichend dargestellt. Von Seiten der SPD-Fraktion besteht volles Vertrauen zum Projektpartner Scheidtweiler.

Auch die Finanzierung der ganzen Sache stand im Focus. Nach Abzug der Förderung durch das Land beträgt die Nettobelastung für den Haushalt der Stadt rund 3,2 Mio. Euro. Viel Geld für eine freiwillige Aufgabe, wobei nicht vergessen werden darf, dass sich die Ausgaben über mehrere Jahres verteilt hinziehen. Wir stehen dazu, weil wir überzeugt sind, dass die Zeit für die WeinZeit gekommen ist, machen aber nachdrücklich darauf aufmerksam dass unsere Pflichtaufgaben, insbesondere den Betrieb unserer Kindertagesstätten und Schulen und weitere wichtige freiwillige Aufgaben nicht vernachlässigt werden!

Das Schloss wird aus seinem Dornröschenschlaf geweckt, es entsteht Gastronomie, es werden Arbeitsplätze geschaffen, das Hotel bringt Gäste in die Stadt und dann bekommt man auch noch „reinen Wein eingeschenkt“. Zudem gibt es Synergie-Effekte mit dem Kulturforum und dem Heuss-Museum. Für die Stadt und ihre Bürger in allen Stadtteilen wird die WeinZeit ein Gewinn.

Die SPD-Fraktion fand's unterm Strich gut und hat für die Vergabe der Maßnahme an Herrn Scheidtweiler zugestimmt.